Regeln zur Winterfütterung - www.lbv-kempten-oberallageu.de

Küchenabfälle (auch Brot etc.) keinesfalls verfüttern!


Buntspecht am Futtersilo ( Webcam-Bild )

Keine frostempfindliche Nahrung - Äpfel als ganze Frucht - auslegen!

Futter vor Nässe und Schmutz schützen! Verwenden Sie deshalb am besten ein Futtersilo, dort wird das Futter weder nass noch kann es durch den Kot der Vögel verschmutzt werden.

Wählen Sie einen überschaubaren Platz für das Futterhaus! Dies bedeutet weniger Stress für die Vögel und erleichtert Ihnen das Beobachten.

Wird ein toter Vogel in der Nähe der Futterstelle gefunden, stellen Sie die Fütterung sofort ein! Entfernen Sie den Rest des ausgebrachten Futters und desinfizieren Sie das Futterhaus bevor Sie erneut Futter ausbringen!


Tabelle mit Maßen für das Futtersilo:
Alle Maße für Brettstärke 2cm.

Teile

Maß

Teile

Maß

1 Rückwand

A

16

5 Boden

A

16

D

40

G

8

2 Seitenwand

B

36

6 Leiste

A

16

C

16

H

4

D

40

7 Sitzstange

A

16

3 Vorderwand

A

16

Durchmesser: 3

E

24

8 Dach

I

22

4 Innenwand

A

16

J

20

F

16

9 Leiste 2 aus Eiche/Buche

K

5

L

60

Dieses Futtersilo lässt sich leicht vergrössern um damit mehr Fassungsvermögen zu erziehlen - ideal wenn die Futtermenge längere Zeit ausreichen soll !
Um das Futtersilo z.B.um 20 cm höher zu machen, addieren Sie einfach zu den Massen B, D, E + L 20 cm hinzu - alle anderen Masse bleiben unverändert.

Material:

  • Gut abgelagerte, rißfreie, gehobelte Fichten-oder Tannenbretter (in jedem Baumarkt erhältlich).

  • Zum Zusammenbauen des Kastens verwendet man verzinkte Nägel oder Holzschrauben, wobei Schraubverbindungen langlebiger und stabiler sind.

  • Leinöl oder Holzschutzfarbe zum Schutz gegen Feuchtigkeit und Pilzbefall.
    Achten Sie auf umweltfreundliche Produkte, die auch für Tiere unbedenklich sind und streichen Sie die all
    e Teile vor dem Zusammenbau und lassen diese vor der Weiterverarbeitung gut abtrocknen!!!

  • Evtl. Dachpappe und Pappnägel zum Verkleiden des Daches als Schutz gegen Feuchtigkeit.

Schutz vor Katzen:

Ermöglichen Sie den Vögeln freie Sicht um Katzen etc. frühzeitig erkennen zu können. Hängen Sie das Futtersilo also nicht in dichte Büsche, sondern gut überschaubar an die Hauswand oder einen Baumstamm.

Aufhängen und Befestigen:

Wird das Futtersilo an Baumstämmen befestigt, sollten Nägel aus Aluminium verwendet werden, diese rosten nicht und sind - bei evtl. Baumfällung - von jedem Sägeblatt trennbar. Vor dem Aufhängen/Befüllen muß der Anstrich völlig getrocknet sein!

Reinigung und Kontrolle:

Da das Futtersilo durch seine Konstruktion nicht verschmutzt wird, ist eine Reinigung nicht nötig. Zur Kontrolle der Futtermenge bzw. zum Nachfüllen entfernen Sie die Klemm-Schraube in der Aufhängeleiste und klappen das Dach nach vorne auf.

Futterarten

  • Körnergemisch:
    Sollte zu 2/3 aus Sonnenblumenkernen und zu 1/3 aus einem Gemisch von Mohnsamen, Getreidekörnern und kleingehackten Nüssen bestehen.
    Vor allem geeignet für: Meisen, Sperlinge, Kleiber, Spechte, Finken, Zeisige, Gimpel

  • Weichfutter:
    Das im Handel erhältliche Weichfutter aus gefetteten Haferflocken und Nüssen eignet sich vor allem für Drosseln, Rotkehlchen, Zaunkönig, Stare und wird auch von den meisten Körnerfressern gern angenommen.

  • Futtermischung für Futtersilo:
    Gemisch zu gleichen Teilen aus Körnergemisch u
    nd Weichfutter - am besten in einem verschliessbaren Plastikeimer aufbewaren.

Rezept für Fettfutter:

Fettfutter - besser bekannt als Meisenknödel oder Meisenring - lässt sich auch sehr leicht selbst herstellen. Erhitzen Sie kleine Stücke Rindertalg (ungesalzen!) und geben ca.1/3 des Gewichts der Fettmasse an Haferflocken oder Weizenkleie bei (bei 300g Rindertalg also ca.100 g). Ein Schuss Salatöl lässt die Masse auch bei Kälte nicht hart oder brüchig werden! Die flüssige Masse wird in Blumentöpfe oder Kokosnusshälften gegossen, die nach dem Erhärten des Fetts aufgehängt werden können - auch das Bestreichen von Baumrinde mit der Futtermasse ist möglich. Das Fettfutter wird vor allem von Baumläufern, Kleibern, Meisen und Spechten angenommen.

Fütterung von Greifvögeln und Eulen

Bei lang anhaltender, geschlossener Schneedecke haben es die Mäusejäger unter den Greifvögeln und Eulen schwer. Landwirte, Waldbesitzer und Förster können hier leicht helfen - eine gut überschaubare Fläche (Waldrand, Feld) von ca. 4x4 Meter wird schneefrei geräumt und Getreidekörner oder Dreschabfälle darauf ausgebracht. Die so angelockten Mäuse lassen sich von den Greifen und Eulen von einer nahen Warte aus erbeuten. Sollte ein geeigneter Ansitz (Baum, Zaunpfahl) nicht vorhanden sein, empfiehlt es sich, neben der Futterstelle eine ca. 2 Meter hohe Sitzstange aufzustellen.

Besonders hohe Verluste erleidet in harten Wintern die Schleiereule - mit Bestandseinbussen bis zu 90%!
Hier sind vor allem die Landwirte zur Hilfe aufgefordert - oft sind die früher in Scheunen und Ställen üblichen "Eulenlöcher" nicht mehr vorhanden oder verschlossen. Dies verursacht der Schleiereule, die sich dem Menschen sehr eng angschlossen hat, nicht nur zur Brutzeit Probleme. Bieten ihr zugängliche landwirtschaftliche Gebäude neben sicheren Unterständen auch die Möglichkeit bei geschlossener Schneedecke "im Trockenen" auf Mäusejagd zu gehen, was sicher auch im Sinne der Landwirte sein müsste. Um den Schleiereulen wieder Zugang zu Scheunen u.ä. zu ermöglichen, reicht ein ca. 12cm breites und 20cm hohes Loch in der Aussenwand - am besten nahe dem Dachgiebel - aus.

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