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Vogel des Jahres 2008 - Der Kuckuck

 

Der Kuckuck

Name
Kuckuck, Cuculus canorus. Ordnung Cuculiformes – Turakos und Kuckucke, Familie Cuculidae - Kuckucke

Kennzeichen
Mittelgroße Vögel mit langem Schwanz und spitzen Flügeln. Männchen an Kopf, Hals, Brust und Rücken aschgrau, Unterseite sperberartig gebändert. Weibchen ähnlich wie die Männchen, aber mit leichtem Rostton und angedeuteter Kehlbänderung. Selten treten auch Weibchen in der rotbraunen Morphe auf, die oberseits leuchtend rostrot gefärbt sind. Jungvögel oberseits düster bräunlich gefärbt, von rotbraun gefärbten Weibchen stets durch einen weißen Nackenfleck zu unterscheiden.

Lautäußerungen

Ruf des Kuckuck

Wanderungen
Langstreckenzieher; Winterquartier in Afrika südlich des Äquators der fast ausschließlich in Afrika südlich des Äquators überwintert. Abwanderung der Jung- und Altvögel ins Winterquartier ab Anfang August. Rückkehr April bis Anfang Mai.

Nahrung
Die Nahrung besteht fast ausschließlich aus Insekten, v.a. haarige Schmetterlingsraupen, Käfer, Heuschrecken, Hautflügler, Libellen und Ohrwürmer.

Brut
Fortpflanzung ab dem 2. Lebensjahr. Brutparasitismus, das Weibchen legt in Wirtsvogelnester jeweils ein Ei und lässt es von den Wirtseltern ausbrüten und das Junge aufziehen. Jedes Weibchen legt zwischen 9 und 25 Eier ab. Bebrütung etwa 12 Tage.

Verbreitung
Der Kuckuck besiedelt fast alle Klimazonen in Eurasien von den borealen Zonen in Norwegen und Russland bis in die mediterrane und Halbwüstenzone in Nordafrika und Kleinasien. Östlich bis Japan vorkommend. Fehlt nur in der Tundrazone und oberhalb der alpinen Baumgrenze.

Lebensraum
Besiedelt in Mitteleuropa nahezu alle Lebensräume mit abwechslungsreicher Struktur. Meidet ausgeräumte Agrarlandschaften und Siedlungen. Lebensräume, in denen eine hohe Dichte an Wirtsvögeln vorkommt werden bevorzugt.

Bestand und Bestandsentwicklung
60.000-140.000 Brutpaare in Deutschland, exakte Angaben fehlen. Seit Mitte der 1960er Jahre Bestandsabnahmen und Arealverluste aufgrund von Lebensraumbeeinträchtigungen oder –verlust (v.a. durch intensivere Landwirtschaft).

Gefährdung
Durch starken Rückgang und zunehmende Ausdünnung der Bestände der wichtigsten Wirtsvogelarten als Folge von Zerstörung und Verlust der Lebensräume, insbesondere durch Ausräumung der Agrarlandschaft. Drastischer Rückgang von Großinsekten durch zunehmenden Biozideinsatz und Verlust der Lebensräume oder Nahrungspflanzen. Menschliche Verfolgung.

Text:LBV - Steckbrief " Der Kuckuck "

Alle Vögel des Jahres bisher:

1970

Graureiher

1971

Wanderfalke

1972

Steinkauz

1973

Eisvogel

1974

Mehlschwalbe

1975

Goldregenpfeifer

1976

Wiedehopf

1977

Schleiereule

1978

Kranich

1979

Rauchschwalbe

1980

Birkhuhn

1981

Schwarzspecht

1982

Großer Brachvogel

1983

Uferschwalbe

1984

Weißstorch

1985

Neuntöter

1986

Saatkrähe

1987

Braunkehlchen

1988

Wendehals

1989

Teichrohrsänger

1990

Pirol

1991

Rebhuhn

1992

Rotkehlchen

1993

Flußregenpfeifer

1994

Weißstorch

1995

Nachtigall

1996

Kiebitz

1997

Buntspecht

1998

Lerche

1999

Goldammer

2000

Rotmilan

2001

Haubentaucher

2002

Haussperling

2003

Mauersegler

2004

Zaunkönig

2005

Uhu

2006

Kleiber

2007

Turmfalke

 



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Vogel des Jahres

Der Turmfalke

Foto: NABU/Zeininger

 

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