- News/Aktuell

- Termine

- Vogel des Jahres

- Mitglied werden

- Spenden

- Projekte

- Presse

- Jahresheft

- Beobachtungen

- Natur-Info

- Naturschutz
   für Praktier

- LIVE-WebCam

- Gästebuch

- Links

- Kontakt/
  Ansprechpartner

 

 

 

Besucher seit 30.8.2000:

 

Suche auf der homepage

Suchen

email an die Kreisgruppe 

email

Vogel des Jahres 2007 - Der Turmfalke

 

Der Turmfalke

Name
Der Turmfalke (Falco tinnunculus) erlangte seinen Namen durch sein bevorzugtes Nisten in Kirchtürmen. Seine wissenschaftliche Artbezeichnung tinnunculus leitet sich von seinem Ruf ab, der an ein ti,ti,ti erinnert. Übersetzt heißt dies "klingend" oder "schellend".

Kennzeichen
Der Turmfalke ist ein überwiegend rotbraun gefärbter Greifvogel mit unterschiedlicher Kopf- und Schwanzfärbung bei Männchen und Weibchen: Männchen besitzen einen hellgrauen Kopf und hellgraue Schwanzfedern, während die Weibchen einheitlich rotbraun gefärbt sind mit einer Querbänderung am Schwanz. Das Weibchen ist etwas schwerer als das Männchen.
(W: ca. 260g Ø, M: ca.200g Ø)

Lautäußerungen
Ein ganz charakteristischer Ruf ist das ti,ti,ti, ein Erregungslaut, der vor allem dann zu hören ist, wenn die Vögel am Nest gestört werden. Varianten dieses Rufes treten aber auch auf kurz bevor das Männchen die Beute am Nest übergibt. Ein anderer charakteristischer Ruf ist das so genannte "Lahnen", ein Bettelruf der Jungtiere, der aber auch vom Weibchen während der Balz zu hören ist wenn sie das Männchen während der Brutzeit um Futter anbettelt. Ein kurzer Begrüßungsruf, den man am Nistplatz hören kann, ist ein "tük".

Ruf des Turmfalken

Nahrung
Die Nahrung besteht bei Stadtbewohnern hauptsächlich aus Sperlingen und anderen Kleinvögeln, bei Landbewohnern vor allem aus Kleinsäugern wie Feldmaus, Rötelmaus, Spitzmaus, Maulwurf und Wühlmaus. Auch werden Insekten wie Heuschrecken und Käfer oder Reptilien und Eidechsen nicht verschmäht. Der Turmfalke gehört zu den sog. Bisstöter, d.h. er benutzt seine Fänge nur zum Festhalten der Beute und tötet diese mit einem Biss in die Wirbelsäule, direkt hinter der Kopfkapsel, so dass die Beute sofort tot ist. Hierfür ist der Schnabel mit dem sog. "Falkenzahn" ausgerüstet, eine Ausbuchtung der oberen Schnabelschneide.

Brut
Das natürliche Bruthabitat der Turmfalken sind Felsregionen, wo sie in Spalten und Höhlen von Felsen brüten. In felsarmen Regionen hingegen suchen sie sich alte und verlassene Krähen- oder Elsternester an Waldrändern und in Feldgehölzen, da sie (wie alle Falken) keine Nester bauen. In der mitteleuropäischen Agrarlandschaft machen diese Brutplätze ca. 5-20% aus. Die meisten Turmfalken besiedeln jedoch Sekundärhabitate (Kirchtürme und andere hohe Gebäude wie z.B. Burgruinen) in Städten und Ortschaften. Denn diese bieten den Turmfalken oft die Möglichkeit in Felsnischen und Mauerlöchern zu brüten. Turmfalken brüten ab dem 2. Lebensjahr, pro Gelege meist 3-6 Eier. Die Brutzeit beginnt Mitte April. Nur das Weibchen brütet, während das Männchen dieses mit Beutetieren versorgt. Die Brutdauer beträgt etwa 27-29 Tage. Nach dem die Jungen geschlüpft sind dauert es ca. 8 Wochen bis sie ausfliegen.

Verbreitung
Der Turmfalke besiedelt fast alle Klimazonen in Europa, Asien und Afrika. Hierbei gibt es Stand-, Strich- und Zugvögel. Die Strichvögel unterscheiden sich von den Zugvögeln dadurch, dass sie vor allem im Winter ihr Brutgebiet verlassen, aber in unseren Breiten bleiben während die Zugvögel nach Süden fliegen.

Lebensraum
In Mitteleuropa werden Brutbiotope mit abwechslungsreicher Kulturlandschaft bevorzugt. Dicht geschlossene Waldbestände und völlig baumlose Steppen (Agrarsteppen) werden gemieden. Der Turmfalke nutzt auch Strommasten von Starkstromleitungen als Nistplatz wenn keine Bäume vorhanden sind. Zum Jagen werden freie Flächen mit niedrigem Bewuchs benötigt.

Bestand und Siedlungsdichte
In Deutschland gibt es aktuell zwischen 42.000 - 68.000 Brutpaare. Durch kalte Winter oder schlechte Mäusejahre kann es kurzzeitig zu Bestandseinbußen kommen. In großräumigen Landschaftsausschnitten meist um 10 BP/100 km2, unter günstigen Ernährungsbedingungen aber höher. Bei hohen Waldanteil und im Hochgebirge niedrigere Werte.

Text:LBV - Steckbrief " Der Turmfalke "

Alle Vögel des Jahres bisher:

1970

Graureiher

1971

Wanderfalke

1972

Steinkauz

1973

Eisvogel

1974

Mehlschwalbe

1975

Goldregenpfeifer

1976

Wiedehopf

1977

Schleiereule

1978

Kranich

1979

Rauchschwalbe

1980

Birkhuhn

1981

Schwarzspecht

1982

Großer Brachvogel

1983

Uferschwalbe

1984

Weißstorch

1985

Neuntöter

1986

Saatkrähe

1987

Braunkehlchen

1988

Wendehals

1989

Teichrohrsänger

1990

Pirol

1991

Rebhuhn

1992

Rotkehlchen

1993

Flußregenpfeifer

1994

Weißstorch

1995

Nachtigall

1996

Kiebitz

1997

Buntspecht

1998

Lerche

1999

Goldammer

2000

Rotmilan

2001

Haubentaucher

2002

Haussperling

2003

Mauersegler

2004

Zaunkönig

2005

Uhu

2006

Kleiber

 


Vogel des Jahres

Der Turmfalke

Der Turmfalke
Foto: M.Heng

Informationen
zu unserem
Turmfalken-Projekt:

Turmfalkenschutz

Wallpaper

Der Turmfalke

Foto: Robert Mayer

Wählen Sie hier Ihre Bildschirmauflösung:

 1280x1024

 1024x768

Im dann öffnenden Fenster "Rechtsklick" auf das Bild und Option
"Als Hintergrund" wählen!

Turmfalken LIVE im Fenepark Kempten

 

verfolgen Sie Brut und Jungenaufzucht mittels Videoübertragung aus unserem Nistkasten - jedes Jahr zur Brutzeit live im Fenepark Restaurant Kempten

Turmfalken Webcam

seit der Brutsaison 2005 können Sie auf unserer homepage live einen Blick in den Nistkasten in der Maria-Ward Schule in Kempten werfen !

 

Impressum

optimiert für MicrosoftInternetExplorer 5.x+ Auflösung:1024x768