- News/Aktuell

- Termine

- Vogel des Jahres

- Mitglied werden

- Spenden

- Projekte

- Naturschutzjugend

- Presse

- Jahresheft

- Beobachtungen

- Natur-Info

- Naturschutz
   für Praktier

- LIVE-WebCam

- Gästebuch

- Links

- Kontakt/
  Ansprechpartner

 

 

 

Besucher seit 30.8.2000:

 

Suchen

 Suche auf der homepage

email

email an die Kreisgruppe

Vogel des Jahres 2012 - Die Dohle

 

Puzzle

Steckbrief

Name
Auf Latein heißt die Dohle „Coloeus monedula“. Dabei kommt "Coleus" von dem griechischen Wort für „gestutzt“, was sich auf den kurzen Schnabel bezieht. "Monedula" soll „Mönchlein“ bedeuten, denn daran erinnert das schwarze Gefieder mit der grauen „Kapuze“.

Aussehen
Auf den ersten Blick ist die etwa taubengroße Dohle schwarz. Doch reflektieren ihre Federn das Licht in schillernden Farben. Hinterkopf, Nacken und
Ohrdecken sind silbergrau. Durch den kurzen Schnabel und Schwanz wirkt die Dohle klein und kompakt. Stechend: Die hellblauen bis weißen Augen. Das Federkleid der Jungvögel ist leicht bräunlich.

Stimme
Dohlen sind Singvögel. Neben dem markanten „kja“ oder „kjak“, dem Stimmfühlungsruf „jüb-jüb“ und einem heiseren Warnruf haben die Vögel je nach Stimmung viele weitere Laute: leiser, schwätzender Gesang. Eindrucksvoll: der Chor größerer Dohlentrupps im Flug oder an Schlafplätzen. Im Laufe ihres Lebens lernen Dohlen auch neue Töne, mit denen sie andere Tierarten oder Artgenossen täuschen können.

Lebensweise
Das Familien- und Gesellschaftsleben der Dohle ist so hoch entwickelt wie bei kaum einem anderen Tier. In einer Kolonie kennt jeder Vogel die Ranghöhe jedes Einzelnen. Die Kommunikation unter den Individuen ist hochkomplex.
Das Dohlenmännchen hat keine bunten Federn oder besondere
Stimmwerkzeuge. Also versucht er zu imponieren: mit hoch aufgerichtetem Kopf, gestrecktem Nacken und stolzem Gang. Wenn sie zusieht, sucht er gar Reibereien mit der Konkurrenz. Das Weibchen gibt sich unbeeindruckt und schaut weg. Sekundenschnelle Seitenblicke verraten ihr Interesse dennoch. Dann gibt sie ihm doch ihr „Jawort“, duckt sich vor dem Männchen und zittert mit Flügeln und Schwanz: ein Ritual, das sie noch oft zur Begrüßung ihres Liebsten wiederholen wird.

Brut
Ab dem ersten Lebensjahr „verlobt“ sich das Dohlenpaar. Ab dann sind sie sich sich ihr Leben lang treu, verteidigen ihre Brutnische gegen andere, kraulen sich und füttern sich mit Leckerbissen. Dohlen sind gerne in Gesellschaft, in Gruppen bis zu mehreren hundert Vögeln. In der Kolonie geht es geordnet zu: Eine klare Rangfolge bestimmt über die besten Nistplätze und das beste Futter.
Das Dohlenpaar polstert zusammen Höhlen, Nischen, Spalten oder andere Hohlräume mit Zweigen, Moos und sogar Müll aus. Ende März legt das Weibchen zwischen 4 - 6 Eier. Brut: 16 - 19 Tage. Nach dem Schlüpfen kümmern sich beide Eltern um die Jungen. Flügge sind sie nach 30 bis 35 Tagen. Dann werden sie noch bis zu vier Wochen von ihren Eltern versorgt.

Nahrung

Würmer, Käfer, Spinnen, Schnecken, Fallobst, Samen und Getreidekörner, Mäuse, Frösche, gestrandete Fische und menschliche
Abfälle. Zur Aufzucht der Jungvögel sind proteinreiche Insekten besonders wichtig. Dohlen finden ihre Nahrung meist am Boden auf Äckern, kurz gehaltenen Wiesen oder in städtischen Grünanlagen.

Alter
Bis zu 20 Jahre.

Lebensraum

Die Dohle ist in ganz Europa heimisch, von Marokko bis Skandinavien, im Osten bis Zentralasien und der Mongolei. Bei uns meidet die Dohle Höhen über 1.000 m.
Die meisten Dohlen leben in Städten und Dörfern. Dort nisten die Höhlenbrüter gern in Gebäudenischen und Mauerlöchern, Kirchtürmen, Dachstühlen und Schornsteinen. Einige Tiere nutzen auch alte Schwarzspecht-Höhlen in Bäumen oder Nischen in Felswänden und Steinbrüchen.

In Bayern
Unsere bayerischen Dohlen sind meist Standvögel. Im Winter kommen jedoch auch Dohlen aus Nord- und Osteuropa zu uns. Jungvögel ziehen manchmal jedoch bis nach Südfrankreich.

Die Dohle ist in Bayern nur lückig verbreitet. Zwischen 1975 und 1999 gab es kaum Bestandsveränderungen, in den letzten 10 Jahren gibt es aber regionale Abnahmen.

Damit steht die Dohle in Bayern jetzt auf der Vorwarnliste in Bayern. In Teilen Frankens und Ostbayerns ist sie sogar gefährdet. Der Grund: Nach Gebäudesanierungen und bei Neubauten fehlen die Brutnischen. Auch die Taubenabwehr und Störeungen an Kletterfelsen und Hölenbäumen verringern die nutzbaren Brutplätze. Dazu kommt Nahrungsmangel in der intensiv genutzten Agrarlandschaft, sowie Abschüsse.

Bestand

In Deutschland brüten etwa rund 100.000 Dohlenpaare.

Hilfe

Ältere Gebäude werden zunehmend renoviert und lückenlos wärmegedämmt. Das ist gut! Mauerlöcher, Nischen und Hohlräume gehen dabei aber oft als Nistplätze verloren. Auch die Baumaßnahmen selbst stören.

Nach Bundesnaturschutzgesetz darf beides nicht geschehen. Unvermeidbare Verluste müssen artgerecht ersetzt werden. Bau- und Sanierungsarbeiten, die Dohlen-Nistplätze beeinträchtigen können, müssen deshalb außerhalb ihrer Brutzeiten stattfinden. Damit Nistplätze erreichbar bleiben, müssen Staubnetze und Planen stellenweise offen bleiben.

Manchmal gehen Brutmöglichkeiten zwangsläufig verloren. Dann sind spezielle Nistkästen ein geeigneter Ersatz. Sie können auch hinter Fenstern und anderen Öffnungen angebracht werden, wenn sie die Optik stören.

Machen Sie es selbst! Im Aktionsleitfaden bieten wir Ihnen eine einfache Bauanleitung für einen Dohlenkasten und zahlreiche Informationen!.

Text:LBV - Steckbrief " Die Dohle"

Vogel des Jahres 1970 - ...

Alle Vögel des Jahres bisher:

1970

Graureiher

1971

Wanderfalke

1972

Steinkauz

1973

Eisvogel

1974

Mehlschwalbe

1975

Goldregenpfeifer

1976

Wiedehopf

1977

Schleiereule

1978

Kranich

1979

Rauchschwalbe

1980

Birkhuhn

1981

Schwarzspecht

1982

Großer Brachvogel

1983

Uferschwalbe

1984

Weißstorch

1985

Neuntöter

1986

Saatkrähe

1987

Braunkehlchen

1988

Wendehals

1989

Teichrohrsänger

1990

Pirol

1991

Rebhuhn

1992

Rotkehlchen

1993

Flußregenpfeifer

1994

Weißstorch

1995

Nachtigall

1996

Kiebitz

1997

Buntspecht

1998

Lerche

1999

Goldammer

2000

Rotmilan

2001

Haubentaucher

2002

Haussperling

2003

Mauersegler

2004

Zaunkönig

2005

Uhu

2006

Kleiber

2007

Turmfalke

2008

Kuckuck

2009

Eisvogel

2010

Kormoran

2011

Gartenrotschwanz

 



Seite aktualisieren  

  

Vogel des Jahres

Der Gartenrotschwanz

Foto: R.Mayer

Helfen Sie dem Vogel des Jahres


Infoflyer herunterladen

mehr zur Dohle im Oberallgäu:

AG-Dohle
Lebensraum Kirchturm

 

Impressum

optimiert für Mozilla Firefox / Bildschirm-Auflösung: min. 1024x768