Der Waldkauz

Waldkauz
Foto: LBV - Borok

Ruf absielen

Aussehen
Größe: ca. 40 cm von Schnabel- bis Schwanzspitze.
Männchen etwas kleiner als Weibchen.

Spannweite: ca. 95 - 98 cm.

Gewicht: 330-630 g im Jahresverlauf natürlich schwankend - Weibchen schwerer als Männchen.

Typische Kennzeichen für der Waldkauz sind der große runde Kopf ohne Federohren, ein gedrungener Körperbau und die schwarzbraunen Augen. Die Gefiederfärbung bei erwachsenen Käuzen variiert geschlechtsunabhängig von rindengrau bis dunkel- oder rostrot. Ober- und unterseits ist das Gefieder kräftig dunkel längsgestreift. Schultern und Flügel sind mit weißen Tropfenflecken bedeckt.

Stimme
Reviergesang des Männchens ist ein lautes und heulendes " huuu -u u -u ". Kontaktlaut " kwitt " in unterschiedlichen Klangfarben.

Lebensraum
Bevorzugt lichte Laub- und Mischwälder, Parks und Gärten mit altem Baumbestand. Reine Nadelwälder werden meist nur in den Randzonen besiedelt.

Nahrung
Zu etwa 70% Kleinsäuger ( Mäuse, Ratten, Maulwürfe ), daneben auch Amphibien ( 13% ) und Vögel von kleinen Singvögeln bis zum Eichelhäher.

Jagd
Vom Ansitz oder im fast lautlosen Jagdflug kann der Kauz auch sehr wehrhafte Beute schlagen. Durch wuchtigen Aufprall wird das Beutetier überwältigt und mit den kräftigen Fängen gepackt.

Fortpflanzung
Eine Jahresbrut - als Brutplatz dienen große Baumhöhlen und ruhige und zugängliche Dachböden, Kirchtürme oder Scheunen. Nistkästen werden gerne angenommen. Eher selten werden alte Greifvogelhorste oder Felshöhlen zur Brut benutzt. Nistmaterial wird nicht eingebracht. In die vorgefundene Unterlage wird nur eine Mulde zur Eiablage gescharrt.

Balz: Beginn häufig schon Ende Januar oder Anfang Februar mit großer Rufaktivität des Männchens.

Legebeginn: Zwischen Ende Februar bis Ende März.

Gelegegröße: 1 - 7 (meist 2 - 4) Eier.

Brutbeginn: Nach Ablage des zweiten oder dritten Eies.

Brut: 28-29 Tage - während das Weibchen brütet und die frisch geschlüpften Jungen betreut, ist das Männchen für die Nahrungsbeschaffung zuständig.

Nestlingszeit: 30-32 Tage. Noch flugunfähig verlassen die Jungen den Nistplatz und klettern in nahe gelegene Büsche oder auf niedrige Äste. Auch dort versorgen die Eltern den nur scheinbar verlassenen Nachwuchs weiter. Beim Erreichen der vollen Selbständigkeit sind die Jungen etwa 100 Tage alt.

Höchsalter
Bis zu mind. 20 Jahre.

Hilfsmaßnahmen
Erhalt von Altholzbeständen - Markierung und Sicherung von Baumhöhlen. Anbringen geeigneter Nisthöhlen (siehe hierzu auch unter "Naturschutz für Praktiker").

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