Kirche in Rettenberg

In der Fensternische unter der Uhr sollen
die Falken in Zukunft brüten.

Im Frühjahr 2005 - mit etwas Wartezeit - wurde auch der Kirchturm von St.Stephan in Rettenberg mit einer turmfalkengerechten Behausung ausgestattet. Unser Anschreiben wurde von Pfarrer Gohl fast schon "erwartet", suchte er doch schon seit langem nach einer Möglichkeit die Falken - die er auf seinen Wanderungen in den Bergen in Felswänden nistend beobachtet - auch am Kirchturm anzusiedeln. Die großen Fensteröffnungen unter der Turmuhr eignen sich bestens, als Nistplatz für den Turmfalken. Nach vorne wurde anstatt des Fensters eine Einflugmöglichkeit geschaffen und die Nische von der Innenseite verschlossen, um ein Einfliegen der Vögel in den Turm zu verhindern.

Wie jeder Kirchturm hat auch der Turm von St.Stephan seine Eigenheiten. So geht es über senkrechte Leitern und durch enge Öffnungen hinauf in den Turm, was den Transport der Kastenteile nicht gerade einfach machte. Aber Pfarrer Gohl half uns beim Hochziehen der schweren Platten mittels Seilen und auch später bei der Montage. Um Unebenheiten an der Wand auszugleichen, lies er sogar auf die Schnelle ein paar Dachlatten beim Schreiner zusägen. Wir danken für die Hilfe und hoffen auch hier auf baldigen Bezug - um die fachgerechte Betreuung dieses Brutplatzes müssen wir uns auf jeden Fall nicht sorgen!

2008 war der Nistkasten das erste mal besetzt und die Falken brüten nun jedes Jahr im Kirchturm. Auf Initiative von Pfarrer Gohl und Oliver Scherm (LBV) wurde im Frühjahr 2011 eine Kamera im Horst installiert. Die Bilder werden per Funk in die Grundschule auf einen Fernseher übertragen.

Wir bedanken uns besonders bei den Sponsoren vor Ort - der Brauerei Zöttler und der Grundschule Rettenberg!

Pfarrer Gohl half beim Anbringen des Kasten
und zuvor schon beim Tragen
der Einzelteile auf den Turm.

Fenster schliessen