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Schleiereule
Foto: LBV - Borok |
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Aussehen
Größe: ca. 35 cm von Schnabel- bis Schwanzspitze.
Spannweite: ca. 90 - 98 cm.
Gewicht: 300-400 g im Jahresverlauf natürlich schwankend
- Weibchen schwerer als Männchen.
Typisches Kennzeichen ist der hell-weisse, herzförmige Gesichtsschleier.
Das Gefieder ist sehr hell gefärbt. Die Oberseite ist grau mit kleinen schwarzen
Tropfen-Flecken. Die Unterseite ist gelblich braun mit dunkelbraunen, kleinen
Flecken.
Stimme
Schrill, kreischend bis schnarchend und völlig unterschiedlich zu den Rufen
anderer Eulen. Die Schleiereule kann so sehr gut und einfach bestimmt und nachgewiesen
werden.
Lebensraum
Offene Kulturlandschaft (Wiesen, Weiden) zur Jagd und Gebäude (Kirchen, Scheunen,
Ställe, Dachböden) als Tageseinstand und zur Brut. Die Schleiereule hat sich
sehr eng an den Menschen angeschlossen und brütet in unseren Breiten ausschliesslich
in Gebäuden und darin angebrachten Nisthilfen!
Nahrung
Zu etwa 95% Mäuse (Feld-, Wühl-, und Spitzmäuse)und Ratten. Daneben in geringer
Anzahl Kleinvögel.
Jagd
Vom Ansitz oder im fast lautlosen Jagdflug wird nach Beute gesucht. Diese wird
mit den Fängen gegriffen und mit einem Biss on den Nacken/Schädel getötet.
Fortpflanzung
Eine, bei grossem Beuteangebot aber auch zwei, sehr selten drei Jahresbruten.
Als Brutplatz dienen ruhige Dachböden, Kirchtürme oder Scheunen. Nistkästen
in solchen Gebäuden werden gerne angenommen. Nistmaterial wird nicht eingebracht.
In die vorgefundene Unterlage wird nur eine Mulde zur Eiablage gescharrt.
Balz: Beginn etwa im März mit großer Rufaktivität
und Umfliegen des Gebäudes in dem der spätere Brutplatz liegt.
Legebeginn: April/Mai. Bei Zweit- oder Drittbruten
sogar noch im August/September.
Gelegegröße: 4 - 7 (manchmal 9 - 12) Eier.
Brutbeginn: Ab dem ersten Ei.
Brut: 30-34 Tage - während das Weibchen brütet
und die frisch geschlüpften Jungen betreut, ist das Männchen für die Nahrungsbeschaffung
zuständig.
Nestlingszeit: 45 Tage. Noch flugunfähig verlassen
die Jungen den Nistplatz und klettern in nahe gelegenen Balken und Simsen umher.
Auch dort versorgen die Eltern den nur scheinbar verlassenen Nachwuchs weiter.
Beim Erreichen der vollen Selbständigkeit sind die Jungen etwa 100 Tage alt.
Höchsalter
Bis zu mind. 20 Jahre.
Hilfsmaßnahmen
Erhalt von Dauergrün- und Weideland. Anbringen geeigneter
Nistkästen (siehe hierzu auch unter "Naturschutz für Praktiker"). |