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Die Dohle gehört in Deutschland zu den
gefährdeten Arten - trotz ihrer grossen Anpassungsfähigkeit
in Nahrungs- und Brutplatzwahl.
Traditionelle Nist- und Koloniestandorte
wie Kirchtürme und alte Fabrikgebäude werden
meist verschlossen um Tauben keinen Zugang zu ermöglichen.
Alte höhlenreiche Bäume in Parks un Alleen
sind rar geworden. Im Oberallgäuer Raum waren
um die Jahrtausendwende keine grossen Dohlenkolonien
mehr bekannt und noch existierende Kolonien waren und
sind zunehmend durch Umbauten und Renovierung gefährdet
oder bereits erloschen.
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Eine der grössten bayerischen
Dohlenkolonien
in
24 Nisthilfen im Kirchturm St.Ulrich in Kempten. |
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Bestandsentwicklung
im Oberallgäu seit
Beginn unseres Projektes: |
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Die Dohle
konnte von kleinen Einzelvorkommen
wieder grosse Kolonien
bilden und breitet sich
stark im Landkreis
und darüber hinaus aus! |

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Im Jahr 2002 siedelte sich ein Dohlenpaar
in unserem Turmfalken-Nistkasten im Turm der Basilika
St.Lorenz in Kemten an. Der Brutversuch blieb trotz
begonnenem Gelege leider erfolglos. Umso erfreulicher
war die Unterstützung durch die Kirchenverwaltung,
die uns - zusätzlich zu unserem Turmfalkennistkasten
- das Anbringen von sechs Dohlennistkästen im
Nachbarturm ermöglichte.
Auch die Kirchenverwaltung St.Ulrich
in Kempten ermöglichte uns zunächst sechs
und - nach erfolgreicher Annahme aller Kästen
- 2003 insgesamt zwölf Nistkästen im Kirchturm
anzubringen! Die grösste Kolonie im Landkreis
ist in St.Ulrich ein fester und gern gesehener Bestandteil
der Pfarrgemeinde.
Aufgrund der ständigen Streitigkeiten
um die begehrten Kirchturmbrutplätze und der Tatsache,
dass der kleine Rabenvogel nicht überall gern
gesehener Turmbewohner ist, sollten 2011 nochmals zwölf
Nistkästen in St.Ulrich angebracht werden.
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Zwölf
neue Dohlennistkästen der Klasse G6
im Kirchturm St. Ulrich
in Kempten.
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Unterstüzung erhielt unsere Kreisgruppe
hier nicht nur von der Pfarrgemeinde um Mesner Lay,
die für ihr aussergwöhnliches Engagement
2010 mit der Ehrung "Lebensraum Kirchturm"
ausgezeichnet wurde. Herr Moisel von der Agnes-Wyssach-Schule nahe
der Kirche hatte die Idee die Nistkästen mit Werkunterricht
zusammen mit einer Ganztagesklasse zu basteln und gemeinsam
im Turm zu montieren. Arbeitserzeiher Franz Baierlein
baute ein Dutzend komfortabler Dohlenwohnungen mit
der Klasse G6 die Ende Februar 2011 mit den Schülern
im Kirchturm angebracht wurden. Die Kinder waren nicht
nur vom Weg auf den Kirchturm begeistert. Das Interesse
für die Dohle und den Schutz und Erhalt wichitger
Gebäudebrutplätze war geweckt. Von unten
wollen die Schüler künftig nach "ihren"
Kästen sehen und sind gerne eingeladen bei Kontrollen
den Erfolg ihrer Arbeit mitzuverfolgen. Eine Aktion
die nur Gewinner hat und zur Nachahmung empfohlen werden
kann! Sollten alle 24 Nistkästen im Kirchturm
angenommen werden, dürfte die Dohlenkolonie in
St.Ulrich Kempten eine der - oder gar die grösste
- Kolonie in ganz Bayern sein. |