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Für Adebar ist das Allgäu nur eine Zwischenstation auf seinem
Weg nach Hause
Wenn´s im Frühling warm wird, kehrt auch der Weißstorch von seinem
Winterurlaub aus Afrika zurück. Der April ist die Haupt-Zugzeit des
großen Schreitvogels, in der er von seinem Winterlager in Gibraltar
zu seinen Brutplätzen in Mitteleuropa kommt. Das Allgäu - auf unserem
Bild eine Wiese bei Leubas - ist für Adebar jedoch nur Zwischenstation.
Denn hier ist`s ihm für seine Brut auch im Sommer noch zu nass. "In
der Gegend um Isny behagt es ihm schon eher", erklärt die Vorsitzende
des Landesbunds für Vogelschutz, Miriam Puscher. Dass die meisten Störche
im Winter in den Süden auswandern, liege nicht hauptsächlich an der
Kälte. "Im Winter finden Störche bei uns einfach keine Nahrung
wie Mäuse oder Frösche", sagt Puscher. Die Störche, die über den
Winter dableiben, seien in Gefangenschaft aufgewachsen oder geboren
und haben laut Puscher die Zugstrecke auf den anderen Kontinent "verlernt".
Damit diese Vögel nicht verhungern, werden sie von Menschenhand gefüttert.
Im Oberallgäu brüten diese Tiere aber nicht. Hier sei es eine Spur
zu kalt und im Sommer regne es zu oft. Deswegen suchten sich die Storcheneltern
lieber ein behagliches Nest im Bodensee-Raum.

Foto: Hermann Ernst
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