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Für den Siebenschläfer war 2004 ein gutes Jahr
Landesbund für Vogelschutz zählt regelmäßig kleine Nager
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Der im Kürnacher Wald und
an der Rottach in Kempten
heimische Siebenschläfer
hatte 2004 ein gutes Jahr.
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Oberallgäu/Kempten (AZ)
Die alten Buchen im Kürnacher Wald hängen voll mit kalorienreichen
Bucheckern. Die dort heimischen Siebenschläfer können sich also vor
ihrem Winterschlaf noch einmal richtig satt fressen. So kommt Diplom-Biologe
Peter Harsch vom Landesbund für Vogelschutz ( LBV ) bei seiner jährlichen
Kontrollzählung der putzigen Nager zu dem Ergebnis:
Der Siebenschläfer - Bestand ist dank der naturnahen Waldbewirtschaftung
im Kürnachtal derzeit gesichert.
Laut Harsch ist der Siebenschläfer auf laubbaumreiche Mischwälder
mit hohem Anteil Rotbuchen angewiesen. Für Überwinterung und Aufzucht
des Nachwuches braucht er zudem alte, kranke oder tote Bäume, denn
dort findet er brauchbare Hohlräume. Der Nager hat große, schwarze
Augen und lange Barthaare. Sein ausgeprägter Geruchssinn hilft dem
nachtaktiven Tier, sich in der Dunkelheit zurecht zu finden. Siebenschläfer
gehören mit Haselmaus, Baum- und Gartenschläfer zur Familie der Schlafmäuse.
Sein Vorkommen, so Harsch, ist beschrämkt auf die Mittelgebirge und
die Buchenwaldbereiche des Alpenvorlandes. In Kempten lebt er in alten
Laubbäumen an der Rottach.
Der Siebenschläfer beginnt seine Nahrungssuche am Abend. Er frisst
so viele Eicheln, Nüsse und Bucheckern, wie er kann - gelegentlich
stehen auch Insekten oder Vogeleier auf dem Speiseplan. Außerdem hat
der Nager eine große Vorliebe für süße Früchte. Und Nahrung muss er
jetzt kräftig aufnehmen. Denn im Herbst fängt der Siebenschläfer mit
seinem siebenmonatigem Winterschlaf ( daher der Name ) an, in dem er
die Hälfte seines Gewichtes verliert.
Deshalb sei ein gutes Nahrungsangebot entscheidend für das Überleben
des Siebenschläfers, betont Harsch. Durch die geplante Forstreform
sieht der Landesbund für Vogelschutz allerdings die naturnahen Laubwälder
und damit den Bestand von Tieren wie dem Siebenschläfer bedroht. Denn
bei einer gewinnorientierten Nutzung des Waldes sei für alte Bäume
kein Platz mehr. Damit wäre die Lebensgrundlage des Siebenschläfers
in Gefahr. |