AG Fledermaus - LBV Kempten-Oberallgäu

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letztes Update: 17.04.2017 / 18:09
Projekte / Artenschutz / Arbeitsgruppe Fledermaus
Arbeitsgruppe Fledermaus
Fledermäuse sind seit 1936 unter gesetzlichem Schutz. Trotzdem nahmen die Bestände der meisten heimischen Arten drastisch ab. 14 von 24 in Bayern nachgewiesenen Fledermausarten stehen auf der Roten Liste. Sie sind ausgestorben, wie zum Beispiel die Alpenfledermaus, oder vom Aussterben bedroht wie die Große und Kleine Hufeisennase. Der Grund für die abnehmenden Bestandszahlen liegt vor allem in der Einengung des Lebensraumes, sowie dem Rückgang der land(wirt)schaftlichen Vielfalt. Darum setzt sich die Arbeitsgruppe-Fledermaus für den Schutz und den Erhalt der Sommer -, Winterquartiere sowie der Jagdlhabitate ein. Wir sorgen auch für neue Quartiere in Form von Holzbetonkästen, Spaltenquartieren oder einem Fledermaushotel. Quartierkontrollen und Bestandsaufnahme in privaten Haushalten, Kommunalen Einrichtungen und Kirchen gehören zu unserer jährlichen Arbeit.

Von unserer Arbeitsgruppe betreute Quartiere/Nisthilfen: über 200
Davon 173 Nistkästen, 2 Winterquartiere, sowie zahlreiche Vorkommen an/in Gebäuden
Ansprechpartner
Carmen Debronner-Blodau


Nisthilfen-Bauplan
Adobe Acrobat Dokument
Dateigrösse: 323 KB

Bestandsentwicklung im Oberallgäu seit Beginn unseres Projektes:

Trotz Schutzmaßnahmen für bestehende Quartiere und Neuschaffung für Gebäude- und Waldbewohner gehen die Bestände vieler Arten leider weiter zurück!



Fledermäuse willkommen

Pfarrgemeinden und Hauseigentümer, die uns  besonders unterstützen, werden mit der Urkunde und Plakette "Fledermäuse Willkommen" des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) oder als "Lebesraum Kirchturm" bzw. "Fledermaus-Lebensraum" ausgezeichnet.
Auszeichnungen "FLEDERMÄUSE WILLKOMMEN":
  • Kapelle "Maria Heimsuchung" Kempten
  • KKU-Gebäude Kempten
  • Biomassehof Allgäu Kempten

Auszeichnungen "FLEDERMAUS-LEBENSRAUM":
  • Pumpwerk bei Heising
  • Stadtteil-Bücherei Kempten/Sankt Mang
  • Fa. Schellheimer Wildpoldsried

Helfen auch Sie beim Erhalt und der Neuschaffung von Quartieren mit. Nehmen Sie bei Interesse Kontakt zu uns auf.

TV-Allgäu berichtet am 15.10.13 über den Umbau des Bunkers am Biomassehof Allgäu in Kempten/Ursulasried

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Ein Wald für Fledermäuse

Infotafel FLEDERMAUSSCHUTZZusammen mit dem Forstbetrieb Sonthofen wurde 2015 ein Projekt zur Verbesserung des Lebensraumes für Fledermäuse und zur Stabilisierung der vorhandenen Fledermauspopulationen im Oberdorfer Wald durchgeführt. Die Planung und das Ausbringen von künstliche Nisthilfen sowie die Anlage von Feuchtbiotopen war Schwerpunkt der Maßnahmen. Die vom Werdensteiner Moos bis hin zum Niedersonthofener See ausgebrachten 62 Nisthilfen unterschiedlicher Bauart werden in Zukunft von unserer AG kontrolliert. Das Monitoring ist eine wichtige Begleitmaßnahme und soll den Erfolg dieses Projektes dokumentieren. Zudem wurden zwei Hecken aus heimischen Gehölzen gepflanzt und Wildblumenwiesen angesät.

Zusätzlich wurde im Jahr 2015 eine von der Glücksspirale geförderte Höhlen- und Biotopbaumkartierung im Oberdorfer Wald durchgeführt (Bericht zur Kartierung). Neben den von Forstrevierleiter Hubert Heinl bereits ausgewiesenen 190 (!) Bäumen, konnten von den Kartierern Boris Mittermeier und Kilian Weixler 219 weitere wertvolle Biotopbäume per GPS-Daten und Kartenmaterial erfasst werden. Die zusätzlich mit einer Wellenlinie gekennzeichneten Bäume können so künftig erhalten werden. Von den umfangreichen Maßnahmen wird sicher auch unsere einzige Wochenstube des Großen Mausohrs im nahen Martinszell profitieren. Über die Themen Fledermausschutz und Totholz informieren Schautafeln, die nahe der Feuchbiotope am Wanderweg angebracht wurden.

Eine absoltues Vorzeigeprojekt im Fledermausschutz - ein echter Wald für Fledermäuse eben.

Das Bayerische Fernshehen berichtet 2014 bei "WIR IN BAYERN" über unsere Fledermaus AG und die Webcam in Martinszell

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Fledermaushotel Kürnacher Wald

Der Kürnacher Wald ist ein Paradies für viele Tierarten und natürlich auch für Fledermäuse. Den Vorschlag von Forstrevierleiter Johann Mayr, ein altes Wildfuttersilo für Fledermäsue umzubauen, nahmen wir deshalb sehr gerne an. Alte Buchen und Tannen am nahen Waldbach sind jetzt schon Jagdgebiet vieler Fledermausarten. Den gut 50 Jahre alten Holzaufbau auf einem Betonsockel mit 3 Meter Durchmesser und 4 Meter Höhe mussten wir zunächst komplett neu vertäfeln und einen Boden einziehen. Die Lärchenbretter hierfür wurden uns vom Forstbetrieb zur Verfügung gestellt.

Der Aufbau mit einer Grundfläche von 3x3 Metern - der an eine Gartenhütte erinnert - wurde zusätzlich mit Dämmplatten und Steinwolle insoliert und das rostige Blechdach erneuert. Im Innen- und Aussenbereich wurden zahlreiche Spaltenquartiere geschaffen. Wir sind schon sehr gespannt welche Arten in das neue Fledermaushotel einziehen werden. Die 2015 - nach über 200 Arbeitsstunden - fast abgeschlossene Maßnahme soll im Frühjahr 2016 komplett fertig gestellt werden.

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